Ich nehme an, dass jeder von euch schon mal im IKEA einkaufen war und jeder zweite zumindest ein Möbelstück besitzt. Der nordische Stil, auch unter dem Spitznamen „Scandi“ bekannt, ist in den letzten Jahren immer populärer geworden. In erster Linie ist es das Preis-Leistungs-Verhältnis, das jährlich Hunderte von Besuchern zum Handel mit dem blau-gelben Logo  anlockt. Jeden Tag zieht jemand um und ganz ehrlich, niemand läuft direkt in ein luxuriöses Design-Studio mit noch luxuriösen Preisen. Wir waren keine Ausnahme. Wenn ihr gerade in eine leere uneingerichtete Wohnung mit etwa 100 Quadratmeter einzieht und wollt, dass die Wohnung so schnell wie möglich bewohnbar  ist (ohne am Ende des Monats hungern zu müssen), gibt es nichts zu diskutieren. Da wir unseren Wohnbereich aber auch möglichst originell und authentisch einrichten wollten, haben wir einige  alte und billige IKEA Möbelstücke gekauft, die wir quasi „als eine weiße Leinwand“ für den anschließenden IKEA-hacking verwendet haben. . Das Ergebnis möchte ich nun mit euch teilen:

 

 

1. Komoden in einem neuen Kleid

Diese Minischränke sind aus der alten Wohnung mitübersiedelt worden. Am Anfang sollten sie die Funktion eines Provisoriums übernehmen, bis wir neue Möbel gekauft haben. Der Lack abgerieben, die Oberfläche abgekratzt, der rustikale Look unmöglich … Der Gelbörse und der Umwelt zu Liebe habe ich mich schließlich entschieden diese doch zu behalten und aufzupeppen.  Zu diesem Zweck kaufte ich eine Schleifmaschine, Oberflächenlack und dreierlei Farben (weiss, hellgrau und hellblau). Nun kann IKEA Hacking beginnen: schleifen, Staubreste entfernen, Grundierung auftragen, lackieren (insgesammt 3x), vier Rollen von unten montieren und fertig!

 

 

2. Gartenstühle als Designerstücke

Ich habe diese Stühle noch zu den Zeiten gekauft, als ich in einer Mietwohnung gewohnt habe. Das Wohnzimmer war in einer schrecklichen orange-roten Kombination abgestimmt. Dies erklärt die Auswahl der grellen roten Farbe,  in der neuen Wohnung aber absolut unbrauchbar. Diese zu entsorgen war für mich keine Alternative. Recyclen? Das hört sich schon besser an. Aufgrund der futuristischen Form sah ich sie in meinem Kopf schon in einem kalten „Betonkleid“. Und wie es sonst so ist, was einmal in meinem Kopf geboren wurde, ist bald auch in der materiellen Form zu sehen. Und das ist das Endergebnis:

 

 

3. Aus Altem Neues

Da ich mich für ein Wohnzimmer in hellen Pastellfarben entschied, gab es keinen Platz für eine schwarze Lampe. Ein Stück Betonfarbe ist mir noch übrig geblieben, also verwendete ich den Rest um die Lampe aufzupeppen. Wa sagt ihr?

 

 

4. Konsolen 3 x anders

Die Konsolen aus IKEA können mehrfach verwendet werden. Als Skateboard- oder Modellbaufliefer-halter, als Regalaufsatz oder als Lampenhalter.  Bei uns zu Hause sind alle drei Anwendungen vertreten. Anweisungen zur Herstellung von Lampen im Scandi-Stil findet ihr auch HIER.

 

 

5. Und noch einmal Leuchte

Ich sage es euch, diese hat mich schon lange irritiert. Tja, die Jahre machen sich am gräulichen Schirm und veraltetem Design bemerkbar. Da wir kein Müll produzieren wollen, bauen wir um. Ich hatte drei Alternativen zur Auswahl. Die ersten waren die Pom-Poms, die man an die Oberfläche des gesamten Schirms klebt. Die zweite waren die Abdrücke von grün gefärbten Blätter in botanischem Stil. Die dritte? Ein Garn. Nach dem Gespräch mit dem zweiten Bewohner der Wohnung habe ich die zuletzt erwähnte genehmigt bekommen. So habe ich den ganzen Schirm mit einem Garn umwickelt  ohne Kleber  zu benutzen. Auf dieser Art und Weise könnt ihr die Oberfläche nach ein  paar Monaten wieder ändern.

Wie ihr seht, müssen alte Möbel nicht immer auf einer Müllhalde landen. Es reichen nur ein paar einfache Tipps aus. Versucht es doch auch!

 

Foto: Lucididit, Unsplash